>> Der Löhe-Express früher < Nr. 51 (Juni 2022)  


Die 11,8 km lange Bahnlinie Wicklesgreuth - Windsbach westlich von Nürnberg wird von der Bevölkerung liebevoll „Löhe-Express“ genannt. Warum? Weil in der größten Zwischenstation Neuendettelsau von 1837 bis 1872 der Pfarrer Wilhelm Löhe lebte und wirkte. Er gründete dort das Evangelische Diakoniewerk, das zu einem wichtigen Zentrum der Luthe-rischen Kirche wurde. Der Zusatz „Express“ weist ironisch auf das atemberaubende Tempo der Züge von 60 km/h hin.

 

Suedl-Wernsbach_121100

Als die Diesellok 218 405 am 12.11.00 zwei Bn-Wagen Richtung Wicklesgreuth zog, lag der Bahnübergang der Straße von Wernbach nach Neuses noch an einer naturnahen Waldlichtung. Während der Sanierung der Gleise im Herbst 2006 wurde dort ein Materiallager angelegt. Im Löhe-Express-Buch gibt es dazu Bilder auf den Seiten 156 bis 161.

Die meisten Baustellen wurden schon bald wieder zurückgebaut. Der Lagerplatz wurde aber zu einer dauerhaften Einrichtung und sogar noch erweitert. Am 23.3.19 fuhr der im gelb-weißen Baden-Württemberg-Design beklebte 642 006 an den Unterständen vorbei. (Beide Aufnahmen mit Blick nach Süden von Jörg Schäfer)

Suedlich-Wernsbach_230318

 

Quer durchs Land für 9 Euro 

Am 23.03.22 beschloss die Bundesregierung ein „Energie-Entlastungspaket“, um den Bür-gerinnen und Bürgern einen Ausgleich für die gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise zu geben. Ein Teil des Pakets ist das „9-Euro-Ticket“, das deutschlandweit in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs gilt: Es kostet 9 Euro und gilt von Juni bis August 2022 in dem  Monat, in dem es gekauft wurde.

Wie auf vielen anderen Nebenstrecken nahm die Nachfrage in den Zügen und Bussen nach Windsbach in den ersten Wochen nur mäßig zu. Überfüllte Züge gab es nur in den Bal-lungszentren und Tourismuszielen. Auch einige RE zwischen Nürnberg und Stuttgart waren betroffen und bekamen erhebliche Verspä-tungen. Es empfiehlt sich daher vor allem an Wochenenden, in Wicklesgreuth auf die wenige Minuten langsamere S4 auszuweichen.

Nicht so schön ist, dass die Deutsche Bahn AG (DB) immer noch Triebwagen ohne Fahrkarten-automaten auf dem Löhe-Express einsetzt. Da es schon seit einem Jahr keine Automaten an den Bahnsteigen mehr gibt, darf und muss man bis Wicklesgreurh ohne Ticket fahren.

Eigentlich hatte die DB deutliche Hinweise in den Triebwagen ohne Automaten versprochen. Wenn möglich, sollten zudem Schaffner im Zug Tickets verkaufen. Beides war zuletzt am 4.6.22 nicht der Fall und ärgerlich, da nicht jeder Farhrgast ein 9-Euro-Ticket hat.

 

Download-SymbolblankAusführliche Informationen blankblankzum Löhe-Express-Buch vonblankblankW. Bleiweis und J. Schäfer gibt blankes auf einer eigenen Seite. 

blankDort findet man auch Berichtigungen und Er-gänzungen zu den bisherigen Auflagen.  

 

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Jörg Schäfer fotografierte folgende Bauarbeiten: 2006 - 2008 - 2009 - 2010 - 2014
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